„Die richtigen Dinge tun –
  oder die Dinge richtig tun!“

Lernen von den Großen.

Martin Wald blickt auf 22 Jahre Erfahrung im Management der internationalen Automobilindustrie bei Fahrzeugherstellern sowie Zulieferern zurück. Als Director Operations eines Globalen Unternehmens war er zuletzt für 10 Werke mit mehr als 2000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 600 Millionen Euro verantwortlich.

Nach Jahren im Ausland ist der Lean Production Spezialist nun in seine Heimat zurückgekehrt, um sein Wissen und seine Erfahrung als Unternehmensberater weiterzugeben.

Herr Wald, was macht in Ihren Augen einen guten Unternehmensberater aus?

Nun, sicherlich umfassendes Wissen und langjährige Erfahrung aus der Praxis. Nach meiner Überzeugung kommt aber ein Drittes, vielleicht noch Wichtigeres dazu: Er muss den Willen haben, gemeinsam mit seinen Klienten „etwas gut zu machen“, d. h. konkrete Verbesserung zu erreichen. Nicht alles besser zu wissen, sondern den Unternehmen dabei zu helfen, das was sie heute gut machen, morgen noch besser zu machen.

Beginnen wir mit dem Wissen. Kann man lernen, erfolgreich zu sein?

Die Kulturen, die Strategien und die Methoden erfolgreicher Unternehmen sind heute gut erforscht. Die Arbeiten von Managementspezialisten wie Jim Collins und Peter Drucker oder die Methodik des Toyota Production Systems, mit denen ich mich sein vielen Jahren intensiv beschäftige, lassen klar erkennen, was funktioniert und was nicht. Erfolg im Unternehmen ist allerdings immer auch ein individueller Prozess. Die Aufgabe des Beraters ist es, diesen Prozess anzustoßen, zu unterstützen und zu begleiten.

Ihre Erfahrung rührt von Ihrer Tätigkeit bei globalen Automobilherstellern her. Lässt sich dieses Wissen auf kleinere Unternehmen überhaupt übertragen?

Sicher, die Global Players haben da einfach einen Wissensvorsprung, den sich heute jedes Unternehmen zunutze machen kann. Der knallharte Wettbewerb, dem sich die Automobilhersteller und -zulieferer schon seit Jahrzehnten stellen müssen, hat längst auch kleinere Hersteller und Dienstleister erreicht. Das erfordert strategische Antworten, die die Großen seit vielen Jahren erproben und kontinuierlich verbessern. Von den Großen lernen heißt insofern einfach, sich auf den Weg zu machen: Schlafende Potenziale zu erschließen, die Produktivität zu verbessern und dadurch nachhaltigen Erfolg zu sichern.

Tun Sie das Richtige: Was Sie wollen, was Sie am besten können, und was Sie erfolgreich macht.

Meine Unternehmensberatung beruht auf langjähriger Erfahrung im Management international erfolgreicher Unternehmen. Und dem Wissen aus der Forschung renommierter Managementexperten, insbesondere des amerikanischen Forschers Jim Collins.

Im einzelnen setze ich bei meiner Arbeit an den folgenden Themenschwerpunkten an:

Führungskompetenz

Ein weites Feld, denn sicherlich gibt es unterschiedliche Arten, ein Unternehmen und seine Mitarbeiter erfolgreich zu führen. Die Managementforschung hat jedoch klar gezeigt, dass in den erfolgreichsten Unternehmen ein bestimmter Managementtyp vorherrscht. Charakteristisch für diesen Typus sind nicht Charisma und Starallüren, sondern Bescheidenheit und Zurückhaltung einerseits, und Härte und Entschiedenheit in der Sache andererseits. Eine Reflexion des eigenen Führungsstils mit einem erfahrenen Berater kann wertvolle Beiträge leisten, das eigene Handeln zu hinterfragen und für die Zukunft noch effektiver auszurichten.

Mitarbeiterentwicklung

„Die entscheidende Frage ist nicht, wie viel man einem Mitarbeiter bezahlt“ so der Managementspezialist Jim Collins. „Sie lautet vielmehr: Ist es die richtige Person.“ Die innere Einstellung eines Mitarbeiters, seine Werte, seine Fähigkeit, Handlungsbedarf zu erkennen und proaktiv zu agieren, ist nachweislich entscheidender als seine rein fachliche Kompetenz. Entscheidend für den Erfolg und die Produktivität eines Unternehmens ist es, die besten Mitarbeiter in diesem Sinne so zu positionieren, dass sie ihre Potenziale optimal ausschöpfen können.

Den Fakten ins Auge sehen

Was verdrängt wird, holt uns früher oder später mit doppelter Wucht ein. Erfolgreiche Unternehmen pflegen daher eine Unternehmenskultur, in der die Wahrheit ausgesprochen werden kann und gehört wird. Nicht im Sinne der unproduktiven Selbstbespiegelung, sondern um aus klar erkannten Fakten klare und produktive Entscheidungen ableiten zu können. Eine kompetente Beratung sowie professionell moderierte Workshops verschaffen Ihnen diese Klarheit und unterstützen Sie dabei, auch in schwierigen Situationen souveräne und erfolgreiche Entscheidungen zu treffen.

Komplexität auf einfache Prinzipien reduzieren

Was kann Ihr Unternehmen besser als andere? In welchem Bereich erzielen Sie die besten Gewinne? Und nicht zuletzt: Welcher Bereich liegt Ihnen am Herzen, was tun Sie mit echter Leidenschaft? In der Komplexität des operativen Tagesgeschäftes sind wir gezwungen, auf zahllose Herausforderungen schnell zu reagieren. Dabei verlieren wir nicht selten das große Ganze aus den Augen. Die Beratung durch einen externen Beobachter unterstützt Sie dabei, den Blick fürs Wesentliche zu schärfen und dadurch klare Orientierung für aktives unternehmerisches Handeln zurück zu erlangen.

Leidenschaft und Disziplin

Der nachhaltige Erfolg eines Unternehmens setzt eine Unternehmenskultur voraus, in der disziplinierte Mitarbeiter diszipliniert handeln und dabei den zentralen Unternehmenszielen mit Konsequenz und Leidenschaft treu bleiben. Eine solche Kultur  bewegt sich in sinnvoller Balance zwischen definierten Prozessen und Vorgaben einerseits, und Freiräumen, innerhalb derer sich Mitarbeiter eigenverantwortlich und proaktiv bewegen können, andererseits. Eine objektive Analyse der Geschäftsprozesse mithilfe eines externen Beraters, unterstützt Sie dabei, diese Balance zu optimieren und verborgene Produktivitätspotenziale freizusetzen.

Planung und Strategie

Führen bedeutet zu wissen, wohin die Reise gehen soll. Auch in diesem Punkt versperrt uns das aufreibende Tagesgeschäft mit seinen hundert Entscheidungen nur allzu leicht den Blick auf die großen Zusammenhänge.

Ein konzentrierter Beratungsprozess mithilfe eines kompetenten Beraters verschafft Ihnen die nötige Distanz, um für Ihr Unternehmen eine Vision zu entwickeln, und sich Ihrer Stärken zu versichern. Die mittel- und langfristige Planung und Strategieentwicklung gibt Ihnen die Klarheit und Sicherheit, um im Tagesgeschäft souverän entscheiden zu können, und schafft bei Ihren Mitarbeitern Vertrauen und neue Motivation.

Tun Sie das Richtige. Aber tun Sie es richtig!

Ich betrachte es als besonderes Glück, die Philosophie der Lean Production direkt in der Praxis und unter der Anleitung eines ihrer erfolgreichsten und bekanntesten Meister kennengelernt zu haben: Gary Convis, in seiner Arbeit für die Toyota Motor Corporation einer der Pioniere der Lean Production in den USA, hat meine Arbeit bei Dana Europe als CEO und persönlicher Mentor begleitet.

Von ihm habe ich nicht nur die Methoden und Werkzeuge gelernt, sondern, viel wichtiger noch, die Philosophie der Lean Produktion, ohne die eine nachhaltige Einführung des Systems nicht möglich ist.

Lean Production

Der Begriff Lean Production geht auf die Forschung von Wissenschaftlern  des Massachusetts Institute of Technology zurück, die im Buch „The Machine that Changed the World“ erstmals die Prinzipien des Toyota-Produktionssystems beschrieben.  Ziel dieses Systems ist es, höchste Qualität zu geringsten Kosten in der kürzesten Durchlaufzeit zu erreichen. Durch seinen Fokus auf die Reduzierung nicht-wertschöpfender Tätigkeiten und die Aktivierung sämtlicher Mitarbeiter für einen Prozess der ständigen Verbesserung, kann Lean Production heute als Methodik der Effizienzsteigerung für praktisch jedes produzierende Unternehmen gelten.

Der Mensch im Mittelpunkt

Besonders in Europa wird Lean Production zuweilen als rein rationalistischer und technokratischer Ansatz missverstanden. Nichts liegt den Werten von Lean Production jedoch ferner. Im Zentrum dieser Werte steht klar der Mensch. An erster Stelle der Kunde, dessen Wünsche bezüglich Qualität, Preis und Verfügbarkeit zu erfüllen sind.
Und gleich darauf folgen die Menschen im Unternehmen mit ihrem Bedürfnis nach einer befriedigenden, produktiven und sicheren Tätigkeit. Das Prinzip des Kaizen, der kontinuierlichen Verbesserung, und der Fokus auf die Betriebs- und Produktionsabläufe sind kein Selbstzweck, sondern dienen den Menschen und ihren Bedürfnissen.

Effizienz

Vom legendären österreichisch-amerikanischen Managementexperten Peter Drucker stammt die so wichtige Unterscheidung zwischen den Begriffen Effektivität und Effizienz: Effektivität bedeutet das Richtige zu tun, ein zuvor definiertes Ziel zu erreichen. Effizienz bedeutet, etwas richtig zu tun, nämlich ohne Fehler, ohne Verschwendung von Energie, Zeit und Material. Effizienz ist damit auch die Grundvoraussetzung für Nachhaltigkeit und den sparsamen und verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.

Eliminierung von Verschwendung

Mittels einer genauen Beobachtung und Analyse der bestehenden Arbeitsprozesse werden im Lean Production System die Prozessschritte identifiziert, bei denen es zu Verschwendung (japanisch „muda“) kommt. Ziel dabei ist es, alle die Nebentätigkeiten, die nicht wertschöpfend im Sinne einer Veränderung des Werkstücks sind, entweder zu eliminieren oder auf das notwendige Minimum zu reduzieren. Durch eine konsequente Eliminierung von Verschwendung kann in vielen Fällen die Produktivität um bis zu 100 % gesteigert werden, ohne dass auch nur ein Mitarbeiter mehr arbeiten muss.

Just-in-Time

Neben der Effizienz des Produktionsprozesses, der auf eine erhöhte Rentabilität abzielt, bildet die reduzierte Durchlaufzeit eine zweite Säule des Lean Production Systems. Kurze Durchlaufzeiten und eine flexible, an der Nachfrage ausgerichtete Produktion, machen das Unternehmen unabhängiger von Marktschwankungen und erhöhen seine Liquidität. Das Grundprinzip der Just-in-Time Produktion: Produziert und befördert wird nur, was nachgefragt wird, wenn es nachgefragt wird, und in genau der Menge, in der es nachgefragt wird.

Nachhaltig Lean

Lean, das haben die Erfahrungen und Forschungen der letzten 15 Jahre gezeigt, ist viel mehr als eine Sammlung von Methoden und Werkzeugen zur Verbesserung der Effizienz. Nachhaltig wirksam kann die Einführung von Lean-Prinzipien nur dann sein, wenn sie dynamisch angelegt ist, und jeden einzelnen Mitarbeiter, vom Topmanagement bis zur Linie, in einen gemeinsamen Prozess ständiger Verbesserung integriert. Der nachhaltige Erfolg hängt wesentlich von der systematischen Förderung der Fähigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters ab, Probleme zu erkennen, zu lösen und sein Wissen innerhalb des Unternehmens jederzeit zu teilen.

Der richtige Mann, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.

Mein Wissen, meine Erfahrung und meine Leidenschaft für Unternehmen und Menschen stelle ich bei Bedarf auch als Interimsmanager zur Verfügung.

Hierbei kann ich schwerpunktmäßig in den folgenden Bereichen tätig werden:

  • Geschäftsführung
  • Operatives Management
  • Werksleitung
  • Projekt-, Anlaufmanagement
  • Lieferantenentwicklung
  • Krisen-Management

Martin Wald. Vita & Referenzen.

  • Allgemeines
    * 1962, verheiratet, 1 Sohn, 3 Töchter
    Abitur, Bundeswehr, Ausbildung zum Maschinenschlosser, Studium Maschinenbau, Dipl.-Ing. (FH), Fahrzeugtechnik
    24 Jahre Berufserfahrung in der Automobilindustrie (OEM & Zulieferer)
    Berufliche Tätigkeit in Europa (Ost u. West), Nordamerika, China, Indien, Korea und Südafrika
    Mehrjährige berufliche Entsendung, USA (6 Jahre), Frankreich (2 Jahre), Slowakei (1 Jahr)
  • 1991 - 2005
    Opel/General Motors. Berufsstart bei Adam Opel AG im Bereich Gewährleistungsanalyse, dann Lieferantenentwicklung, Einkauf, Anlaufmanagement. Verantwortlich für Lieferanten Qualität der Komponentenzulieferer für alle 30 Montagewerke GM Nordamerika (>20.000 Fahrzeuge täglich, Anlieferung von >1 Mrd. Komponenten monatlich, Anlieferqualität von >1200 auf 23 ppm verbessert)
  • 2005 - 2008
    ArvinMeritor. Direktor Global Quality, verantwortlich für 11 Werke weltweit, (Türschlösser, Fensterheber, Sonnendach), Schwerpunkt: Gewährleistungssystem, Anlaufmanagement, ISO/TS Zertifizierung, Produktionsverlagerung
  • 2008 – 2012
    Dana. Direktor Operational Excellence Dana Europe, Einführung des Dana Operating Systems (DOS) in 20 Werken in Europa. DOS basiert auf dem Toyota Production System
    Direktor Operations Dana Europe, G&V verantwortlich für 10 Werke, ca. 2300 Mitarbeitern, ca. 900 Mio. Jahresumsatz
    Geschäftsführer Spicer Gelenkwellenbau Essen, ca. 540 Mitarbeiter, ca. 120 m € Jahresumsatz
    Außerdem Managing Direktor Spicer Axle UK, MD Spiecer Axle South Africa, MD Spicer Nordiska Kardan AB Sweden
  • Seit Oktober 2012
    Selbständiger Unternehmensberater
  • Referenz 1 – Automobilzulieferer
    1,4 Mrd. Umsatz, 20 Werke, Lean Production System eingeführt, Ergebnisse bei Kaizen-Workshops: Ausbringung verdoppelt, Floorspace bis 50 % reduziert, Inventar bis 30 % reduziert, Jahr zu Jahr Gesamtwerks-Produktionskosten um > 5 % verbessert
  • Referenz 2 – Automobilzulieferer
    40 Mio. Umsatz, 200 Mitarbeiter; Interim Werksleitung,  Lean Process Tools und Lean Production Management eingeführt
  • Referenz 3 – Automobilzulieferer
    120 Mio. Umsatz > 500 Mitarbeiter, Antriebsstrang Komponenten; Interim Werksleitung
  • Referenz 4 – Automobilherstellerwerk
    Lieferantenkomponenten-Anlaufmanagement implementiert, alle Qualitäts- und Lieferziele übertroffen
  • Referenz 5 – Automobilzulieferer
    100 Mio. Umsatz, ROIC Optimierungs-Strategie und Umsetzungsplan eingeführt
  • Referenz 6 – Baumaschinen/Landmaschinenzulieferer (Fahrzeugachsen)
    Ausbringung Lackieranlage und Produkt Qualität um 20 % verbessert
  • Referenz 7 – Baumaschinen/Landmaschinenzulieferer (Fahrzeugachsen)
    Ausbringung Montagelinie verdoppelt bei gleichbleibender Mitarbeiter Anzahl
  • Referenz 8 – Baumaschinen Zulieferer (Getriebe)
    Rüstzeit-Optimierung bis zu 80 % mit geringen finanziellen Mitteln, nachhaltig reduziert
  • Referenz 9 – Maschinen und Anlagenbauer
    Firmen Restrukturierung und Einführung schlanker Produktionsmethoden, Produktivitätssteigerung bis zu 100 % an Kleinserie (200 Teile)
  • Referenz 10 – Werbeagentur
    Business- und Produktionsprozess optimiert, Visual Management für Projektmanagement eingeführt